Damen 1: Not in my house …

…das war die Ausstrahlung des Spiels von der ersten Sekunde an. Zu Gast war ein respektables Team auf dem zweiten Ligaplatz, ausgestattet mit der schnellsten und gleichzeitig einer der abschlußstärksten Spielerinnen der Halle sowie mehrerer kleiner Energiebündel. Doch zunächst markierte erst einmal Vani the King ihr Revier und servierte den Gästen gleich 4 Körbe in Reihe aus unterschiedlichen Positionen, so dass es für den Gegner schwer einschätzbar war, wie man den blonden Teufel verteidigen sollte. Gleichzeitig war die Vorgabe von Coach Mahmoud eine Ganzfeldpresse zu spielen, was sich unsere hauseigenen Zecken auf den kleinen Positionen nicht zweimal sagen ließen und den ein oder anderen Trap an der Außenlinie forcierten, oder direkt den Konter einleiteten. Ende des ersten Viertel lag man bereits ein paar Pünktchen vorne – schließlich wollte man ja den zuvor erfolgreichen Herren unter Coach Nadine in Nichts nachstehen.
Kontinuierlich ondulierte man den Vorsprung in Richtung 20+ während insbesondere die Leistungen für die B-Note Beachtung finden sollten: Neues Sub-Thema könnte man unter dem Oberbegriff Fishing zusammenfassen: Während Sabine gefühlt jeden zweiten Pass des Gegners steelte oder wenigstens störte, veranstaltete Flying Martina eine Art Block-Festival „Make my day, Punk“, getopt nur durch den dreifachen Offense-Rebound in Reihe von Philine, die in einem Meer gegnerischer Trikots delfinartig immer wieder auftauchte um sich die Pocke zu schnappen, bis sich schließlich die Gegner genötigt sahen, sich wie Vampire im Blutrausch auf sie zu stürzen bis der Pfiff kam – Freiwürfe. In der Halbzeitpause startet Coach Mahmoud mit den Worten „Das war schon ganz gut.“ – in den ungläubigen Gesichtern des Teams steht „Wer bist du, und was hast du mit Mahmoud gemacht?“.
Ein völlig neues Spielgefühl wurden den Aufbau und Center Spielerinnen hingegen dargeboten. Auf diese Realitäten konnten auch die Push-Vorbereitungen unseres Coachs-der-Herzen Hakim nicht vorbereiten. In der Defense hingegen frönte man dem Catching, allen voran Nadine Kühl: Ohnehin mit einer Affinität für „Auf-sie-mit-Gebrüll“ ausgestattet schmeißt sie sich auf alles was mit Ball in der Hand rücklinks zu Boden geht. Nicht zuletzt sollten die in diesem Spiel zahlreichen und partiell sensationellen Assits der Aufbaugarde erwähnt werden, auch wenn die schrullige Alte Fred den Granaten-Durchstecker der stark aufspielenden H1-Coach Nadine wie ein Primat von unten an den Ring hämmert („boaaah, töööötet mich“ schießt es mir nicht das letzte Mal in diesem Spiel durch den Kopf).
Insgesamt kann man von einer tollen Teamleistung sprechen und man konnte sehen, wie ein gutes Training in der Woche auch zu einem guten Spiel führt. Lobend anzumerken ist zudem die Schiri-Leistung, die vor allem durch die mediterrane Gelassenheit zu jedem Zeitpunkt massiv deeskalierend wirkte – egal wer was auf oder neben dem Feld vor sich hin geflucht oder gebrüllt hat. Größter Dank geht zudem an die zahlreichen und lautstarken Fans – man fühlt sich direkt so aufgewertet!

Endergebnis: Hilden 96ers vs. BBZ Opladen 4 – 62:43

Autor: Friederike Kögler