Damen 1: Fluch der Karibik

Durch feucht-nasses Klima in den Süden angereist kam die Crew der Hilden96ers am späten Montagabend zum Auswärtsspiel beim BG Köln in der Karibik an. Die Flying Dutchman des Gastgebers war besetzt mit gerade mal 7 Matrosen in weiß, die uns jedoch in allen physischen Parametern überlegen war: Länge, Breite, Tiefe, Masse, Volumen, Robustheit und Schlagkraft. Die Crew um Davy Jones spielte routiniert und abgezockt und nutzte ihre Lufthoheit konsequent und absolut sehenswert aus. Nur die spielerische Souveränität spiegelte sich nicht unbedingt im individuellen Gebaren wider; so kam es doch gelegentlich zu unverhofftem Körperkontakt jenseits der Spielzeit.
Doch auch unser Team um Headcoach Mahmoud Barbossa hatte durchaus Stärken vorzuweisen, was nicht zuletzt die geringe absolute Korbausbeute der aquatischen Freunde erklärte. Die über drei Viertel umgesetzte Mann-Mann-Verteidigung funktionierte phasenweise sehr gut und bescherte uns den ein oder anderen Conter und Fehlwürfe der Dutchmen. In der Offense hingegen zauderte die Crew der Hilden Black Pearl zu oft, aber auch die über weite Strecken sehr gute Wurfauswahl wurde in diesem Spiel leider zu oft nicht belohnt – der Korb war wie zugenagelt.
Nicht unbedingt spielentscheidend, jedoch klar ergebnisrelevant war hingegen der Fluch des Schiripärchens. Die leise auftretenden, geradezu liebenswürdig wirkenden, willentlich oder unwillentlich Parteiischen fortgeschrittenen Alters hielten schützend ihre Pfiffe über die begrenzt besetzte Bank der Dutchman. Man kann natürlich schon mal seine Brille vergessen, wenn aber auch aktustische Signale klatschenden Fleisches nicht vernommen und wenn einem aufgrund fehlender Beschleunigung bei Schnellangriffen der 30m vor der Schirinetzhaut liegende Brennpunkt das Wahrnehmen nicht regelkonformer Defense verwehrt, kochen natürlich Emotionen hoch. Einem zunächst noch schlichten Hochziehen der Augenbraue folgte schließlich empörtes Kreischen, das in der Ansage „nobody talks to the refs“ mündete („except me….of course“). Schließlich entfuhr unserem lässig an der Weichmatte gelehntem Captain Hakim Sparrow nur noch spontanes Gelächter ob der probabilistischen Entscheidungen, und auch die mitgereisten zahlreichen Fans (Yeah, danke!) verkniffen sich schließlich die Kommentare. Insgesamt kann das Spiel als gute Übung und Vorbereitung auf die ausstehenden Gefechte betrachtet werden, aus dem Spielerinnen und Coaches ihre Lehren ziehen können. Grämen muss man sich auf jeden Fall nicht, gegen ein solches Team zu verlieren. Schauen wir mal was in der Rückrunde läuft….

BG Köln : Hilden 96ers 56 : 31

Viertelergebnisse: 1. Viertel: 12:07, 2. Viertel: 14:06, 3. Viertel: 16:12, 4. Viertel: 14:06
Foulverteilung: BG Köln 5 – Hilden 96ers 18

Bericht: Friederike Kögler